WIE WIR ARBEITEN


Das Hinterfragen von diskriminierenden Zuordnungen oder die Bewusstmachung von im Laufe des Lebens erfahrenen und bestätigten Ressentiments stellen eine pädagogische Herausforderung dar. Im Bildungsverständnis, das dem Projekt zugrunde liegt, ist der Selbstbezug, die Frage „wer sind wir“ und nicht „wer sind die anderen“, zentral und beruht auf der Bereitschaft den eigenen biographischen Hintergrund sowie gesellschaftlichen Standort aktiv einzubeziehen. Dabei geht es um einen selbstbestimmten Prozess der Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Gegenwart, ihrer direkten Auswirkung auf unsere Lebenswirklichkeiten und Praxisformen sowie unsere eigene Rolle darin. Die Etablierung einer Reflexiven Praxis ist kein theoretisches Ziel, sondern ein handlungsinhärentes Verfahren, das die berufliche Praxis im Blick hat und einer wohlwollend kritischen Überprüfung unterzieht. Hierfür werden auch Elemente von Selbstreflexion, Praxisanalyse und Organisationsberatung eingesetzt, um individuelle Professionalisierungsprozesse mit Organisationsentwicklungsprozessen zu verbinden.

 

DIALOGISCHER REFLEXIONSANSATZ (Chernivsky, 2014)


ermöglicht

tiefgehende gruppendynamische Reflexionsprozesse über transgenerative Tradierungen, Ressentimentsweitergaben, Emotionen, Folgewirkungen kollektiver Dominanzansprüche und Gewaltpraktiken sowie eigenbiografische und soziale Positionierungen.

verbindet

durch das Konzept der Reflexiven Praxis die eigenbiografischen Reflexionsanstrengungen mit fachtheoretischen und praxisbezogenen Analysen und bietet ausreichend Raum für die Entwicklung eigener Fragestellungen sowie Einübung von praxiswirksamen Handlungsstrategien.

regt

bewusste Beobachtung, Interpretation und Neusortierung von Wahrnehmungen, Deutungen und Praktiken im Gruppensetting ermöglichen.

unterliegt

dem Wandel von Praxisanforderungen und Fachdebatten sowie der theoretischen und methodischen Weiterentwicklung durch das Perspektivwechsel-Team.